Was ist Kerala-Essen? Ein Einsteiger-Guide zur Kerala-Küche

Wenn du bei indischem Essen an cremige Tomatensaucen und Butter-Naan denkst, wird dich Kerala überraschen. Kerala ist ein schmaler grüner Küstenstreifen im äußersten Südwesten Indiens, und seine Küche beruht auf anderen Dingen: Kokos, Curryblättern, schwarzem Pfeffer und einer langen Geschichte des Seehandels.
Warum Kerala anders schmeckt
Kerala liegt an der Malabarküste, wo seit Jahrhunderten schwarzer Pfeffer, Kardamom, Nelken und Ingwer wachsen. Händler kamen wegen dieser Gewürze, lange bevor die meisten Europäer von indischem Essen gehört hatten. Die Küche spiegelt das bis heute: Gewürze werden großzügig eingesetzt, aber frische Zutaten stehen im Vordergrund.
Drei Dinge fallen immer wieder auf:
- Kokos in jeder Form. Frisch gerieben, als Paste, als Kokosmilch und als Öl. Der Name Kerala wird oft vom Wort kera für Kokosnuss abgeleitet.
- Curryblätter und Senfsamen. Viele Gerichte werden am Ende mit einem Tempering verfeinert: Senfsamen, getrocknete Chilis, Schalotten und Curryblätter, in heißem Kokosöl angebraten und über das Gericht gegeben.
- Säure. Tamarinde, grüne Mango und Kudampuli (eine getrocknete, rauchig-saure Frucht, auch Malabar-Tamarinde genannt) geben Currys eine Frische, die Sahnesaucen nie haben.
Frühstück, Teeshops und Streetfood bis spät in die Nacht
Kerala isst viel Reis und viele Brote aus Reis- oder Weizenmehl:
- Appam: ein spitzenartiger, schalenförmiger Pfannkuchen, außen knusprig und innen weich.
- Puttu: gedämpfte Zylinder aus Reismehl und Kokos, oft mit Kichererbsen-Curry (Kadala).
- Idiyappam: weiche „String Hoppers“ aus gepresstem Reismehlteig.
- Porotta: das flaky, geschichtete Fladenbrot, der Star der Teeshops und nächtlichen Streetfood-Stände Keralas. Mehr dazu: Porotta und Beef Roast, erklärt.
Fleisch, Fisch und Gemüse
Kerala ist einer der wenigen Orte Indiens, an denen Rindfleisch zum Alltag gehört, neben Huhn, Schwein, Fisch und einer riesigen Vielfalt vegetarischer Gerichte. Fischcurrys mit Kudampuli sind ein Klassiker der Küste. Vegetarische Gerichte wie Avial, Thoran und Olan sind keine Beilagen: Sie bilden das Herz des Festmahls, des Sadhya. Mehr dazu: So isst man ein Onam Sadhya.
Was du zuerst bestellen solltest
Probiere beim ersten Mal von allem etwas:
- Porotta mit Beef Roast: die klassische Kerala-Kombination.
- Eine Biryani (Kerala-Biryani ist weniger scharf als viele andere und duftet nach Ghee und gerösteten Zwiebeln).
- Etwas Knuspriges: Bananen-Fritters (Pazhampori), Cutlets, Samosas oder Pakoda.
- Ein Gemüsegericht mit Kokos, damit du auch die andere Seite der Küche kennenlernst.
Unsere Karte wechselt mit der Küche, schau also auf der Speisekarte nach, was heute auf dem Herd steht. Mehr über die Region liest du auf unserer Kerala-Seite. Du kannst auch direkt Takeaway oder einen Tisch bestellen: Petersburger Str. 39, 10249 Berlin.

