Unser Kerala

Die KüchenKeralas.

Kerala ist ein schmaler Küstenstreifen mit vielen Küchen, vielen Glaubensrichtungen und tausend Arten, Reis zu kochen. Das ist die Landkarte hinter unserer Speisekarte.

Eine Küste, viele Küchen

Von Malabar bis Travancore

Kerala ist ein schmaler Küstenstreifen zwischen Westghats und Arabischem Meer, aber auf dem Teller ist es ein ganzer Kontinent. Händler, Pilger, Könige und Glaubensgemeinschaften haben hier über Jahrtausende gekocht. Reise einmal von Norden nach Süden.

↑ NordenSüden ↓
Nord-Malabar

Kannur & Kasaragod

Der hohe Norden

Wo Kerala auf die Küste von Karnataka trifft. Thalassery hat dem Land seine berühmte Biryani geschenkt, Kannur die Theyyam-Rituale, und Kasaragod bringt einen Hauch Tulu-Küche mit. Es gibt gefüllte Miesmuscheln, scharfe Fischcurrys und Masalas, die mit frischer Kokosnuss gemahlen werden.

Auf dem Teller
Gefüllte MiesmuschelnFischcurry

Gerade auf unserer Karte

Kulturen am Tisch

Keralas Küche gehört nicht einer Gemeinschaft. Sie ist ein langes Gespräch zwischen vielen.

Tempel & Sadya

Hinduistische Küchen, von Nair-Haushalten bis zu den Namboothiri-Tempelküchen: vegetarische Festessen auf dem Bananenblatt, bei Onam und Vishu mit über zwanzig Gerichten.

Syrische Christen

Eine der ältesten christlichen Gemeinschaften der Welt. Ihre Küche brachte Appam mit Stew, Fisch-Molee, Entenbraten und Rindfleisch mit Kokosspänen auf den Tisch, vor allem zu Ostern und Weihnachten.

Mappila-Muslime

Aus Jahrhunderten des Handels mit Arabien: Dum-Biryani, Pathiri, Unnakkaya, Chatti Pathiri, und abends beim Fastenbrechen im Ramadan ein langer Tisch voller Snacks.

Küsten- und Fischergemeinden

Der Fang des Tages, sauer mit Kudampuli, in Kokosmilch oder knusprig gebraten. Fisch ist für Kerala fast ein Grundnahrungsmittel.

Palakkad-Iyer

Tamilische Brahmanen-Küchen im Palakkad-Tal: vegetarisch, mit Tamarinde, Kokos und Jaggery, und mit Gerichten wie Kootu und Mor Kuzhambu.

Adivasi-Küchen

In den Hügeln von Wayanad und Idukki: Bambusreis, Hirse, Wurzelknollen und Waldhonig, gekocht mit dem, was die Jahreszeit gibt.

Die jüdische Gemeinde Kochis

Eine der ältesten jüdischen Gemeinden Indiens ließ sich in Kochi nieder. Ihre Festtagsküche gehört zur bunten Mischung aus Kokos, Gewürzen und Backkunst der Stadt.

Händler und Seefahrer

Araber, Chinesen, Portugiesen, Niederländer und Briten kamen wegen des Pfeffers. Die Portugiesen brachten Chili, Cashew und Maniok, die heute aus Keralas Küche nicht mehr wegzudenken sind.

Wo Kerala isst

Manche der besten Gerichte kommen nicht aus Restaurants.

Chaya Kada

Der Teeladen an der Ecke: Milchtee, Zeitung, Gespräch und ein Parippu Vada dazu.

Thattukada

Blechbuden am Straßenrand, die bis spät in die Nacht offen haben: Porotta mit Rind, Omelett, Dosa.

Kallu Shappu

Toddy-Shops, in denen Kappa mit scharfem Fischcurry geteilt wird. Sehr laut, sehr lecker.

Bäckerei

Keralas Bäckereien sind Snackläden: Gemüse-Cutlets, Puffs, Rolls und süße Brötchen.

Oonu

Das Reis-Mittagessen auf dem Blatt mit Thoran, Sambar, Pickles und Papadam.

Hunger bekommen?

Schau, was gerade auf der Karte steht.